„Bis wann ist die Website fertig?" — die Frage klingt banal, bringt aber in den meisten Webdesign-Gesprächen vages Achselzucken. „Hängt vom Umfang ab", „kommt drauf an, wie schnell wir Feedback bekommen", „drei bis sechs Monate, je nach Komplexität". Wer konkrete Termine braucht, bekommt selten konkrete Antworten. Wir machen es anders — und zeigen hier, wie.
Warum die meisten Agenturen keine verbindlichen Termine geben
Das hat strukturelle Gründe, keine böse Absicht. Vier davon:
Erstens: Viele Agenturen arbeiten mit Stundensatz-Modellen. Bei einem Stundensatz gibt es keine harte Budget- oder Zeitgrenze — das Projekt läuft, bis der Kunde „fertig" sagt. Entsprechend kalkulieren Agenturen auch die Dauer nicht scharf.
Zweitens: Der Lieferumfang wird am Anfang oft nicht scharf definiert. Ohne klaren Scope kann man auch keinen klaren Termin festlegen — weil das Projekt sich während der Umsetzung vergrößern kann.
Drittens: Viele Agenturen bedienen mehrere Kunden parallel, verschieben Ressourcen zwischen Projekten und haben keine verlässliche Kapazitätsplanung. Wenn ein Kunden-Projekt stockt, wird Personal auf ein anderes geschoben — und Ihr Projekt wartet.
Viertens: Unbegrenzte Korrekturschleifen. Wenn „unbegrenzt Feedback" zugesagt ist, kann kein verbindlicher Termin stehen — weil niemand vorher weiß, wie viele Schleifen kommen.
All diese Punkte sind lösbar. Man muss sie nur adressieren.
Wie wir den Termin schriftlich zusichern
Unsere Methode basiert auf vier klaren Säulen:
Säule 1: Festpreis statt Stundensatz. Wir kalkulieren das gesamte Projekt einmal verbindlich. Das heißt: Wenn wir Ihnen vier Wochen Lieferzeit zusagen, müssen wir auch vier Wochen halten — sonst verlieren wir Marge. Das Anreizsystem steht auf unserer Seite.
Säule 2: Schriftlicher Lieferumfang. Im Briefing-Protokoll steht jede Sektion, jede Unterseite, jede Funktion schriftlich. Was nicht im Protokoll steht, ist nicht im Festpreis. Punkt. Zusätzliche Wünsche werden als separate Festpreis-Angebote behandelt.
Säule 3: Eine Korrekturschleife. Nicht null, nicht unbegrenzt — eine. Das reicht für die meisten Projekte, weil Kunden dann alle wichtigen Punkte auf einmal sammeln. Wer mehr Schleifen braucht, bekommt sie gegen Aufpreis.
Säule 4: Verbindliche Liefervoraussetzungen beim Kunden. Wir liefern nur, wenn Sie liefern. Wenn Ihre Texte und Bilder bis Woche 2 nicht da sind, rutscht der Termin entsprechend. Das ist fair und steht schriftlich im Briefing-Protokoll.
Was bei Verzögerungen passiert (wer haftet wofür)
Verzögerungen können passieren. Die Frage ist: Wer ist verantwortlich?
Auf unserer Seite: Wenn wir die Lieferung verzögern (technische Probleme, Ressourcenengpässe bei uns), trägt das Risiko unsere Seite. Wir liefern trotzdem den vereinbarten Festpreis — ohne Aufschlag. Wenn die Verzögerung erheblich ist, bieten wir eine Kompensation (z.B. zwei Monate Hosting gratis).
Auf Ihrer Seite: Wenn von Ihrer Seite Inhalte oder Freigaben fehlen, verschiebt sich der Termin entsprechend. Das ist keine Strafe, sondern schlichte Logik — wir können nicht bauen, was wir nicht wissen. Der Festpreis bleibt gleich, nur der Termin rutscht.
Das klingt hart, ist aber der einzige Weg, verbindliche Termine zu ermöglichen. Ohne klare Verantwortungsverteilung gibt es keine echte Verbindlichkeit.
Welche Kunden-Mitwirkung Voraussetzung ist
Konkret erwarten wir von Ihnen:
- 60-minütiges Briefing-Gespräch in Woche 1. Pünktlich, mit einer Person, die entscheiden kann.
- Inhalte bis Ende Woche 2. Texte, Bilder, Logo, Pflichtangaben. Details im Briefing-Protokoll.
- Feedback auf den ersten Entwurf innerhalb von drei Werktagen in Woche 2. Die Korrekturschleife läuft in Woche 3 — vorher brauchen wir Ihr Feedback.
- Freigabe der finalen Version bis Ende Woche 3. Ein kurzer Check der fertigen Seite, dann Freigabe.
- DNS-Zugangsdaten für Woche 4. Für die technische Umstellung auf die neue Website.
Das sind fünf Punkte, jeder mit einem klaren Zeitrahmen. Wenn Sie diese Punkte halten, halten wir unseren Termin. Einfacher Deal.
Was im Briefing-Protokoll festgehalten wird
Im Briefing-Protokoll steht am Ende:
- Projekt-Umfang (alle Sektionen, Unterseiten, Funktionen)
- Festpreis (verbindlich, schriftlich)
- Zeitplan (Start, Zwischentermine, Live-Datum)
- Kunden-Verantwortlichkeiten (Liefertermine für Inhalte)
- Unsere Verantwortlichkeiten (was wir liefern und wann)
- Zahlungsmodalitäten (Anzahlung, Schlussrechnung)
- Pflege nach Live-Gang (Eigenpflege oder Hosting-Paket)
Dieses Protokoll ist Ihr Vertrag. Alles, was drin steht, ist zugesichert. Alles, was nicht drin steht, ist nicht zugesichert — und wird bei Bedarf als separater Festpreis-Auftrag behandelt.
Wie oft wir den Termin halten
Um ehrlich zu bleiben: Wir sagen „in der Regel" vier Wochen, nicht „immer". Es gibt Projekte, die sich verschieben — fast immer wegen fehlender Kunden-Inhalte. Wenn Sie die fünf Mitwirkungs-Punkte oben halten, halten wir den Termin. Wenn nicht, rutscht es.
Die Erfahrung zeigt: Je klarer die Liefervoraussetzungen am Anfang sind, desto seltener kommen Verzögerungen. Das ist der eigentliche Trick. Verbindliche Termine sind keine magische Fähigkeit — sie sind das Ergebnis ordentlicher Vorarbeit und klarer Kommunikation.
Wenn Sie eine Firmenwebsite mit verbindlichem Liefertermin brauchen, ist unser Weg realistisch. Schauen Sie sich unsere Pakete an oder rufen Sie direkt an — dann besprechen wir, ob Ihr Projekt in vier Wochen passt.